Die Qualitäten des Chardonnay – Eine Weinbeschreibung

Die Distel ist ein anspruchsloses und widerstandsfähiges Gewächs. Der kleine Ort Chardonnay, rund hundert Kilometer südlich von Dijon im französischen Burgund gelegen, verdankt seinen Namen dem “Chardon”, wie die Distel auf Französisch heißt. Die Charakterisierung der Distel hat mit der Chardonnay Weinbeschreibung vor allem ihre Genügsamkeit gemeinsam.

Vom Ursprungsort einer der beliebtesten Weißweinsorten verbreitete sich die Chardonnay Weinsorte in weltweit 13 Länder. Die als Edelrebe gehandelte Traube darf im deutschsprachigen Raum nur als Chardonnay oder Morrilon bezeichnet werden. Die Morillon Weinsorte stammt aus der österreichischen Steiermark. Andere Namensgebungen sind weiter gebräuchlich, garantieren aber nicht, dass es sich tatsächlich um Chardonnay oder Morillon handelt.

Insbesondere Winzer in Übersee nutzten beispielsweise die Griffigkeit des Namens Chablis, um ihre Chardonnay Weinbeschreibung zu internationalisieren. Tatsächlich handelt sich bei Chablis um die nördlichste Anbauregion des Burgunds. Sie ist wegen des hohen Kalkgehalts ihrer Böden als eine Toplage für den Chardonnay bekannt.

Gipfelstürmer Chardonnay und Morillon

In einer Chardonnay Weinbeschreibung darf nicht der Hinweis auf das stetige Anwachsen der Anbauflächen fehlen. Chardonnay Wein in Deutschland ist vor allem in der Pfalz, in Rheinhessen und Baden verbreitet. Alleine von 1999 bis 2007 verdoppelte sich die Gesamtanbaufläche allein in Deutschland von über 500 auf über 1100 Hektar. In Italien wird Chardonnay zwar schon lange angebaut, allerdings ist der Anbau hier stark mit anderen Rebsorten gemischt.

Die Zunahme des Anbaus von Chardonnay in Italien ist ähnlich stark wie in Deutschland. Die österreichische Morillon hingegen wird mit strikter Mengenbegrenzung angebaut. Die Winzer aus der Steiermark wollen so die Qualität des voralpinen Bergweinbaus erhalten. Neben der weltweiten Nachfrage, führt auch der steigende Verbrauch von Schaumweinen weltweit zu einer größeren Nachfrage an Chardonnay und Morillon.

Zwischen Intensität und vornehmer Neutralität

Die Wandlungsfähigkeit und Unterschiede der Rebsorte Chardonnay machen die Traube geschmacklich zu einem Talent für alle Gelegenheiten. Schon durch die Eigenheiten “ihres” Berges entstehen sehr unterschiedliche Charaktere, die immer in einem ausgeprägten Weinkörper eingebettet sind. Die qualitative Stärke führt dazu, dass bei Chardonnay die Weinbeschreibung in der Mehrheit auf einen trockenen Geschmack hinweist, der von der Mehrheit der Winzer bevorzugt wird. Chardonnay ist eine der wenigen weißen Rebsorten, die von Holzfasslagerung profitiert und die Barrique-Aromen mühelos in den Gaumenauftritt tragen. Die geschmacklich von Frucht dominierten Kelterungen finden in der Mehrheit ihren Weg in Sekt, Crémant oder Champagner.

Der junge Wein zwischen Strohgelb und Lindgrün

Die meisten Weingüter und -händler geben in ihrer Chardonnay Weinbeschreibung an, dass der Chardonnay nicht für eine übermäßig lange Langerung bekannt ist. Die meisten Weine werden innerhalb der ersten zehn Jahre getrunken und Jahrzehnte alte Flaschen sind unüblich. Im Gegensatz zum Riesling sind Weine, die älter als fünfzig Jahre sind, eher unbekannt.

Tendenziell wirken sich allgemein gute Weinjahrgänge natürlich auch auf den Chardonnay aus. Es können jedoch auch große Differenzen auftreten, da der Chardonnay durch seine frühe Wachstumsperiode stark vom frostfreien Frühjahr abhängig ist. In der Mehrheit wird der zwischen gelblich und grün gefärbte Tropfen in den ersten fünf Jahren am liebsten genossen. Die Faustregel bei der Chardonnay Weinbeschreibung lautet: “Je jünger, desto frischer”.

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