Über den (Un?)Sinn von Kundenclubs

Kundenclubs sind weit verbreitet und bei vielen Kunden auch durchaus beliebt. Aber was bringt es einem wirklich, Mitglied in einem solchen Club zu sein? Und wann überwiegen die Vorteile, wann die Nachteile einer Kundenclub-Mitgliedschaft?

Warum gibt es Clubs für Kunden?

Unternehmen, die einen Kundenclub anbieten, tun dies in der Regel in der Hoffnung, sich damit einen besonders treuen Kundenstamm aufbauen zu können. Und grundsätzlich ist die Idee, einen Kreis von Stammkunden bevorzugt mit Informationen und Angeboten zu versorgen, sicher nicht verkehrt – auch nicht aus Sicht des Kunden.

Wenn Sie aufgrund Ihrer Modebegeisterung, Ihres exquisiten Weingeschmacks oder eines bestimmten Hobbys wegen immer wieder Produkte eines bestimmten Sortiments oder eines bestimmten Anbieters kaufen, dann kann es für Sie durchaus lohnend und interessant sein, wenn Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus dem betreffenden Bereich auf dem Laufenden gehalten werden und Angebote vielleicht früher kennen als die große Masse. Auch bestimmte Rabattaktionen können sich finanziell natürlich lohnen.

Weniger ist mehr – auch bei Kundenclub-Mitgliedschaften

Allerdings sollten Sie ihre Mitgliedschaften in Kundenclubs auf die Unternehmen und Themen beschränken, die für Sie auch tatsächlich wichtig sind. Hier ist weniger mehr. Denn wer ohne nachzudenken jeden Mitgliedsantrag für einen Kundenklub unterschreibt, den man ihm vorlegt, der dürfte bald Probleme bekommen: zum einen, weil das E-Mail-Postfach von diversen Newslettern überquillt, und zum anderen, weil er gar nicht mehr alle Mitgliedskarten im Portemonnaie unterbekommt. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man mit jeder Mitgliedschaft und mit jedem Einsatz einer Kundenkarte auch in gewissem Umfang Daten über sich und sein Einkaufsverhalten preisgibt.

Rabatte fürs Konto – Exklusivität fürs Ego

Je nachdem, um welchen Kundenclub es sich handelt, können unterschiedliche Aspekte im Vordergrund stehen. Sammeln Sie beispielsweise bei jedem Einkauf in Ihrem bevorzugten Supermarkt, SB-Warenhaus oder Drogeriediscounter Rabattpunkte, für die Sie irgendwann eine tatsächlich werthaltige Prämie bekommen, dann ist das natürlich völlig in Ordnung und bringt messbare Vorteile. Das gilt zumindest so lange, wie Sie nicht nur um des Rabatts willen einkaufen gehen.

Bei anderen Kundenclubs stehen eher die Exklusivität und emotionale Aspekte im Vordergrund. So nimmt beispielsweise ein renommierter Uhrenhersteller nur wenige Kunden in seinen “ID Club” auf, die dann zu geschlossenen Partys oder anderen Events eingeladen werden. Hier soll die Zugehörigkeit zum Kreis der Auserwählten vor allem auch dem Ego des Kunden schmeicheln. Kundenclubs können also tatsächlich etwas bringen – fürs Portemonnaie oder für die gute Laune. Doch welcher Club Ihnen persönlich wichtig ist, müssen Sie letztlich selbst entscheiden.

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